Die Christus-Kirchengemeinde im Wandel - die Perspektivkonferenz und wie es weitergeht

Erstellt am 21.11.2021

 

Am 27. August war es soweit, 25 Menschen aus unserer und rund um unsere Kirchengemeinde tagten zwei Tage lang im modernen Schulungszentrum, in das die Firma Schlüter Systems uns freundlicherweise eingeladen hatte. Unter der straffen und motivierenden Moderation von Pfarrer Kuno Klinkenborg suchten wir gemeinsam nach Bildern und nach einem Hoffnungstext der Bibel für unsere Gemeinde. Ich war beeindruckt von der Fülle an Bibelworten, die in unserem Kreis genannt wurden. Die freundliche Auseinandersetzung, welches Bibelwort unserer Christus-Kirchengemeinde am besten entspricht, führte uns schließlich zum 2. Timotheusbrief 1,7: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Mehr dazu auch in der Andacht im Gemeindebrief.

Im nächsten Schritt suchten wir in mehreren Teams nach einem Leitsatz. Womit können wir als Gemeinde punkten, was hat unsere Gemeinde, mit dem wir Menschen einladen können? So anstrengend solche Prozesse auch sind, so mehr begeisterte mich die Energie, ja die Liebe, die ich bei den Beteiligten fand. Ja, die Christus-Kirchengemeinde hat viel zu bieten, das wurde ganz wunderbar deutlich. Und heraus kam:

Treffpunkt Christus
verbinden - begeistern - stärken
Gemeinde im Wandel

Die Kraft und die Liebe aus Christus lässt uns zusammentreffen. Und gleichzeitig ist mit dem Treffpunkt Christus auch die Christuskirche gemeint. Der gemeinsame Glaube stärkt uns, weil er uns verbindet und begeistert, begeistert mit dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Wenn dieser Geist stimmt, wenn er da ist, dann trauen wir uns auch, vom Wandel zu sprechen. Tatsächlich sind unsere Gemeinden im Wandel. Das wird auch manchmal schmerzen. So betonte Pfarrer Klinkenborg zu recht, dass zu allen neuen Ideen und Aktivitäten auch gehört, manche Dinge auch wieder sein zu lassen. Nur so können wir sinnvoll mit unseren Kräften und mit unserer Begeisterung umgehen. Wenn wir einen Abendgottesdienst anbieten, so wurde gesagt, sollten wir überlegen, ob dann auch noch ein Gottesdienst am selben Morgen stattfinden muss.

Es kamen aber auch eine Menge guter Ideen für unsere Gemeindeaktivitäten zusammen. Da ging es um neue Ehrenamtliche, um eine Gemeindeband, um gemeinsame Ausflüge und moderne Gottesdienstformen. Die Internet-Angebote wurden so gut angenommen, dass sie auch nach der Corona- Pandemie reizvoll sein können. Allen waren gute Angebote für die Jugendlichen der Gemeinde ein Anliegen. Was mich an diesen beiden Tagen faszinierte, war die wachsende Lust aller, das Leben in unserer Christus- Kirchengemeinde zu gestalten. Wie unsere Gemeinde Gestalt annimmt, mit welchen Gruppen und Kreisen, mit welcher Aktivität im Internet und in der persönlichen Werbung um Mitarbeitende, das liegt ja nicht bei irgendeiner Behörde „da oben“. Nein, wir alle gestalten Gemeinde und jeder, der eine Idee einbringt, findet Gehör. So anstrengend diese zwei Tage auch waren, umso stärker wurde für mich dieser gute Geist spürbar und sichtbar und wir konnten einander verbinden – begeistern – stärken. So soll es sein, und dafür bin ich enorm dankbar!

Wie geht es nun weiter? Am 30. September konnten wir in der Christuskirche dem Kreis der Mitarbeitenden die Ergebnisse des Wochenendes vorstellen. Dabei zeigte sich auch, dass einzelne Aktivitäten schon von kleinen Teams vorbereitet und weiter betrieben werden.

Anfang des neuen Jahres wollen wir über all das dann mit der ganzen Gemeinde ins Gespräch kommen. Dazu laden wir zu einem Neujahrs-Treff ein. Bitte vormerken: Er wird am Sonntag, 16. Januar 2022 im Anschluss an den Gottesdienst in der Christuskirche sein. Aber auch vorher: Bitte reden Sie mit uns, sagen oder schreiben Sie uns ihre Ideen und Gedanken dazu. Und vertrauen wir in allem auf unseren guten Gott.

Wir sind ja in seinem Geist unterwegs !

Pfarrer Bernd Neuser